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Die Nachfolgeregelung ist ein äusserst komplexer Vorgang und es gelingt bei grösseren Projekten eher selten, dass ein und derselbe Berater die interdisziplinären Fachbereiche völlig alleine abdecken kann. Zumeist ist eine solche Nachfolge eine Teamarbeit.

Die Übergabe von Eigentum, Führung und/oder Vermögen im Rahmen einer Unternehmensnachfolge ist kein punktuelles Ereignis. Vielmehr handelt es sich um einen (teils iterativen) Prozess, der sich über viele Monate und Jahre hinziehen kann. Es verwundert also nicht, dass viele Praxisbeiträge empfehlen, für eine fundierte Vorbereitung der Unternehmensnachfolge drei bis sieben Jahre einzuplanen und die eigentliche Übertragung in einer möglichst kurzen Zeitspanne (ein bis eineinhalb Jahre) abzuwickeln. Wissenschaftliche Befragungen haben ergeben, dass die einzelnen Elemente des Nachfolgeprozesses typischerweise mehrere Monate in Anspruch nehmen (Halter & Schröder, 2017, S. 157).

Bei Nachfolgeregelungen in Familienbetrieben ist nebst den üblichen Umgebungsvariablen auch die erbrechtliche Pflichtteilsproblematik sowie die wirtschaftspsychologischen Begleiterscheinungen zu berücksichtigen. Nachfolgeprozesse in familiengeführten Betrieben zeigen sich mitunter sehr komplex, vor allem dann, wenn nur ein Teil der Nachkommen im Betrieb mitwirken und die nichtbeteiligten Erben auszahlen müssen. Hier drängt sich eine weitsichtige Vorausplanung auf, um Konflikte bei der Nachfolge zu vermeiden. Wir haben in einer Masterarbeit zur Unternehmensnachfolge eines Familienbetriebes im Rahmen eines EMBA-Bildungsganges an der FH dieses Thema vertieft bearbeitet. Die Master-Thesis lautet:

Unternehmensnachfolge im Familienbetrieb
Familienbetriebliche Nachfolgeregelung zwischen erbrechtlicher Pflichtteilsproblematik und wirtschaftspsychologischen Hindernissen.

Deshalb können wir Ihnen insbesondere in diesem Spannungsfeld zwischen familienrechtlichen Verpflichtungen und wirtschaftspsychologischen Umgebungsvariablen behilflich sein. Wir planen mit Ihnen die Nachfolge umfassend und unter Beizug – je nach Rechtslage – mit ausgewählten und langjährigen Partnern und Spezialisten für die einzelnen Teilbereiche.

Quellenverzeichnis zur den nachstehenden Beiträgen finden Sie hier.

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Neben marketingstrategischen Aspekten sind es oft auch rein finanz- und kostentechnische Gründe, die zum Erwerb von Unternehmen führen.

Auf Käuferseite stehen folgende Motivationen im Vordergrund:

  • Erzielung von Synergieeffekten
  • Diversifikation
  • eher reelle Erhöhung des Marktanteils (eventuell sogar Monopolstellung)
  • nutzen von bestimmten Patenten oder Lizenzen des gekauften Unternehmens
  • Zutritt zu reglementierten Märkten (EU, USA, China)

Schmitt/Hirsiger, 2018, S. 7.

Wir betreuen aber meist Familienunternehmen bei Ihrer Nachfolge. Da spielen wirtschaftspsychologische Komponenten eine grössere Rolle als bei anderen Nachfolgeregelungen. Oftmals müssen zuerst die familieninternen Ressentiments beseitigt werden, bevor überhaupt die „technische“ Nachfolgeplanung erfolgen kann.

Wir können Ihnen die Pflichtteilsproblematik bei der Unternehmensnachfolge im Familienuntenrehmen aufgrund der anlässlich einer Weiterbildung erstellten Masterarbeit umfassend darlegen und – allenfalls mit einem Konfliktmanagement im Streitfall – auch in diesem Bereich unter die Arme greifen.

Bei der Unternehmensbewertung stellt sich die Frage: „Wie gross ist der Wert einer Unternehmung?“

Es gibt viele Gründe für eine Unternehmensbewertung, die allermeisten finden aber im Rahmen von Nachfolgeplanungen oder Sacheinlagegründungen statt. Dabei gibt es kein Geheimrezept, mit dem alle Unternehmensbewertungen über einen Kamm geschert weren können. Vielmehr muss einzelfallweise entschieden werden, mit welcher Bewertungsmethode vorgegangen werden muss. Wir arbeiten mit Bewertungsspezialsisten zusammen, die über jahrelanges Know-how verfügen und nebst ihrer beruflichen Tätigkeit auch als Hochschul-Dozenten in diesem Bereich wirken.

Letzten Endes ist eine Unternehmensbewertung auch nur ein Stück Papier: Findet sich kein Käufer auf dem Markt, der bereit ist, den errechneten Wert zu bezahlen, nützt die beste Berechnung nichts. In vielen Nachfolgeregelungen – allen voran bei Familienunternehmen – kommen deshalb zum Teil gemischte Lösungen infrage, indem ein Teil des Kaufpreises „stehen gelassen“ wird, um dem Käufer das wirtschaftliche Fortkommen zu erleichtern. Aufgrund der Komplexität der Materie muss jede Nachfolgeregelung für sich alleine betrachtet, analysiert und mit geeigneten Massnahmen zum erfolgreichen Abschluss gebracht werden.